Schon seit Mitte März kam es bei einigen Nutzer des Nintendo Network zu suspekten Logins und unerwünschten Käufen. Diese Woche jedoch wurden rund 160.000 Nintendo Network Accounts gehackt. Obwohl die meisten Benutzer ein sicheres Passwort verwenden, konnte in die Benutzerprofile eingegriffen werden. War bei den Profilen eine PayPal-Verknüpfung hinterlegt, wurden meistens unautorisierte Einkäufe getätigt. Hauptsächlich für den Battle-Royal Shooter Fortnite wurde die Währung V-Bucks gekauft. Daher sind fast ausschließlich Accounts betroffen, welche zuvor bereits Fortnite heruntergeladen haben. Nintendo hat daraufhin bis auf Weiteres die Anmeldung im Nintendo Network über die NNID eingestellt. Ebenso führt der Konzern momentan eine Ermittlung darüber wie die Hacker, trotz sicherer Passwörter, auf die Accounts zugreifen konnten.

Wir appellieren daher an alle Nintendo Network Benutzer auf der offiziellen Nintendo Webseite zu überprüfen, ob in den letzten Wochen ein suspekter Login stattgefunden hat. Falls dies der Fall sein sollte raten wir dazu sowohl das Passwort zu ändern als auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung vorzunehmen. Auch wenn bis dato keine suspekten Aktivitäten erkennbar sind, ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein sehr sicheres System und für jeden Nutzer empfohlen. Im Fall eines bereits getätigten Kaufs oder Abbuchung wendet man sich am besten sofort bei Nintendo und seiner Bank. Da der Nintendo E-Shop momentan keine Rückerstattung anbietet, müssen Nutzer leider etwas mehr Zeit mitbringen, um dieses Problem effektiv zu beheben.

Dieser Angriff auf das Nintendo Network ist der erste wirklich Große. Leider sind Hacks dieser Art in der Gaming Welt keine Seltenheit. Bereits im Jahre 2011 wurde das gesamte PlayStation Network gehackt und es wurden rund 77 Millionen Benutzerdaten entwendet. Zum Glück sind die Proportionen dieses Vorfalls nicht ganz so enorm ausgefallen. Trotzdem ist diese Sicherheitslücke für Nintendo natürlich ein starker Rückschlag. Wir hoffen, dass alle Betroffenen entschädigt werden und Nintendo ihre Sicherheit ausbaut.

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