Einfach mal…draufhauen!

Letztlich bleibt der visuelle Aspekt, wie so oft, eine Frage des Geschmacks. Das Gameplay lässt sich aber durchaus etwas stärker runterbrechen. Als ein Sidescroller kann Battletoads natürlich nicht viel in Bereichen wie Erkundung bieten und ist ein Opfer seiner Linearität. Aber nicht jedes Spiel muss eine Open World bieten, nur um halbwegs interessant zu sein. Battletoads muss sich nun mal voll und ganz auf seine Charaktere und das Kampfsystem verlassen. Ersteres besprechen wir natürlich auch noch, jetzt geht es erstmal dem Kampfsysten an den Kragen.

Die Möglichkeiten der Offensive sind schnell aufgezählt – schneller Angriff, Uppercut um Gegner in die Luft zu befördern und dann noch ein schwerer, defensivbrechender Schlag lassen sich in rascher Abfolge ausführen. Blocken ist nichts für echte Battletoads, aber eine Ausweichtaste existiert zumindest noch für die weniger frontalen Spieler und Spielerinnen. Außerdem darf euer Frosch dann noch mit der Zunge Gegner oder Items ranziehen. Das war es auch schon. Klingt zwar nicht nach viel, aber zum Glück lässt sich das alles kombinieren. In der Luft, am Boden oder in Kombination mit den anderen Toads, entsteht hier schnell ein Effektgewitter bei dem die Fetzen fliegen.

Gemeinsam in den Kampf

Spielt ihr alleine, könnt ihr jederzeit per Tastendruck zwischen den Toads wechseln. Stirbt einer der Frösche, kann dieser für eine bestimmte Zeit nicht eingewechselt werden (im schwierigsten Modus kann ein toter Frosch nicht mehr eingewechselt werden). Das erlaubt dem Solo-Spieler trotz fehlender Kollegen dennoch die Angriffe der drei Figuren effektiv aneinander zu reihen. Ansonsten lässt sich das Abenteuer auch mit bis zu drei Spielern gleichzeitig bestreiten. Gerade im Coop-Play entfaltet sich das Gameplay am meisten und das Spaßpotential zeigt sich. Couch-Coop ist heutzutage einfach eine Seltenheit und scheint beinahe ein Relikt unserer Jugend zu sein – Battletoads bringt das Gefühl zurück!

Das Kampfsystem erlaubt zwar eine vielfältige Kombination von verschiedenen Ansätzen und viele der Gegner verlangen auch unterschiedliche Herangehensweisen. Für den zusätzlichen Ansporn wird jede Konfrontation auch mit Punkten bewertet. Wer den S-Rang erreichen möchte, der muss das System vollends beherrschen und die Feinde möglichst stylisch vom Spielfeld fegen. Ist man kein solcher Perfektionist, endet das Gameplay aber sehr schnell im klassischen Button-Mashing ohne jeglichen tieferen Gedankengang. Ist gerade nicht der schwierigste Modus ausgewählt, ist das auch eine valide Taktik. Der ein oder andere Endboss verlangt dann nochmal einen etwas bedachteren Ansatz, aber auch diese sind nie besonders komplex.

1
2
3
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Grafik
8
Sound
7
Gameplay
8
Story
4
Coop
9
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Elham
Angefangen mit dem ersten N64-Controller in der Hand im zarten Alter von vier Jahren, entwickelte sich Elham von Kindesbeinen an als waschechter Gamer. Mit einer Schwäche für exzellentes Storytelling und einer kompetitiven Ader blieb er zwar den Konsolen immer treu, ist aber ebenso aktiv auf dem PC. Beruflich orientierte er sich ebenfalls an der Spieleindustrie und arbeitet aktuell nach Abschluss des Studiengangs Informatik: Games Engineering als Narrative Designer und leitet nun auch die Plattform Gamercampus.de nebenbei.

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