Der Umstand, dass Sony ein Days Gone 2 abgelehnt hat, schlägt derzeit Wellen und brachte eine Fan-Petition hervor, deren Unterschriftenanzahl beachtlich und stetig wächst. In einem Video-Interview von David Jaffe erörtert dieser nun mit John Garvin, dem Director und Autor von Days Gone, weshalb Sony einen Nachfolger verschmäht.

Zunächst teilte John Garvin seine Gefühle und Einschätzung mit, wie er die ersten Testwertungen zu dem Zombie-Action-Adventure aufgefasst hatte. Demnach sei es ihm sehr nahe gegangen und die Testwertungen haben ihm direkt Sorgen bereitet. Als er die Wertung des Spiels sah, sei ihm klar gewesen, dass er nicht lange Creative Director dieser Serie bliebe.

Der Metascore von Days Gone liegt gerade einmal bei einer mittelmäßigen Wertung von 71. Laut John Garvin ist dies zu wenig, gerade da Sony vermutlich viel Wert auf die Metacritic-Wertung legt. Vergleicht man die Wertungen anderer namhafter Sony-Exklusivtiteln wie Uncharted, The Last of Us, God of War oder auch Horizon Zero Dawn, dann lässt sich erkennen, dass all diese Spiele einen Wert von über 80 oder sogar über 90 erzielten. Days Gone ist somit weit abgeschlagen und erfüllt daher womöglich nicht die hohen Ansprüche von Sony. Demnach könnte die Metacritic der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, weshalb sich Sony letztendlich gegen einen Nachfolger aussprach.

Metacritic fällt zu hoch ins Gewicht?

Obwohl der User-Score deutlich besser ausfällt und bei einem Wert von 8,3 liegt, scheint für Sony der Metascore ausschlaggebend zu sein und der User-Score nicht allzu stark ins Gewicht zu fallen. John Garvin vermutet daher, dass das Unternehmen den Fokus ganz klar auf den Metascore legt und dieser zu hoch ins Gewicht fällt.

Ob wirklich alleine die Wertung ein ausschlaggebender Punkt war, lässt sich letztendlich schwer definieren. Wie dem Bloomberg-Bericht zu entnehmen ist, soll ein Nachfolger ein zu großes, finanzielles Risiko für Sony dargestellt haben, obwohl der Umsatz von Days Gone eigentlich nicht allzu schlecht ausfiel, sondern durchaus einen kommerziellen Erfolg darstellte. Dass ein hohes Interesse und Nachfrage auf eine Fortsetzung von Deacons Geschichte besteht, zeigt aktuell die Fan-Petition. Ob sich Sony allerdings früher oder später dadurch umstimmen lässt, bleibt ebenso fraglich.

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