In einem Interview mit Producer Tsuyoshi Kanda wird der Gruselfaktor von Resident Evil Village thematisiert. Viele Spieler fanden den Vorgänger, Resident Evil 7, zu gruselig und äußerten ihr Missfallen in diversen Reviews und Feedbacks, wie Tsuyoshi Kanda verrät. Prinzipiell ist dies ein Kompliment an die Entwickler: Genau das war schließlich ihr Plan für Resident Evil 7. Das Spiel sollte eine gruselige Horror-Erfahrung bieten. Nichtsdestotrotz schlägt man beim neuesten Ableger eine etwas softere Taktik ein und drehte die Grusel-Schraube etwas lockerer.

Wichtig ist die gute Balance

Der neue Teil erzeugt demnach keine so extreme Spannungskurve wie der Vorgänger. Spieler sollen sich nicht permanenten Angstzuständen ausgesetzt fühlen. Einerseits sollen die Teile natürlich gruselig sein, andererseits gilt für die Entwickler stets als wichtige Maxime, ein Spiel zu erschaffen, das theoretisch alle spielen können. Jeder sollte sich wohlfühlen können. Daher sei eine gute Balance zwischen Spaßfaktor und Gänsehaut anzustreben, wie der Producer erläutert.

Es war nie das Bestreben der Entwickler, den neuen Teil zwingend gruseliger als den Vorgänger zu gestalten. Viel essenzieller ist es, die Balance für ein gutes Spielerlebnis zu finden. Resident Evil 7 ist dahingehend offenbar etwas über die Stränge geschlagen: Die Spieler standen dauerhaft unter Strom und verspürten permanentes Unwohlsein. Spieler hielten sich oft in engen Fluren oder Räumen auf – das verstärkte den Terror. Resident Evil Village hingegen soll mehr Bewegungsfreiraum bieten und weniger Beklemmung auslösen. Dazu setzt das Spiel auf andere Gruselfaktoren und Effekte.

Spannungskurve soll nicht überstrapaziert werden

Das Dorf etwa erscheint relativ offen und luftig. Doch die Spieler wissen nicht, was hinter Bäumen oder in Feldern lauert. Wer einen Blick in die Demo riskiert, kann sich einen ersten emotionalen Eindruck verschaffen. Es sei ohnehin wichtig, „die Spannungskurve nicht zu überstrapazieren“, wie Kanda erklärt. Die Gamer würden ansonsten irgendwann eine Immunität gegen Angst entwickeln, wenn sie ständig angespannt seien.

Genau aus diesem Grund führten die Macher in einigen Resident-Evil-Teilen Schutzräume ein. Sie geben den Spielern Räume zum Durchatmen und Runterkommen. Dieser Ruhemoment soll der Desensibilisierung der Spieler gegenüber dem Horror entgegenwirken.

Wie gruselig Resident Evil Village letztendlich wirklich ausfallen wird, liegt höchstwahrscheinlich am individuellen Empfinden jedes Spielers und jeder Spielerin. Ab 7. Mai 2021 ist Resident Evil Village für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series erhältlich und ihr könnt euch selbst vom Gänsehaut-Level überzeugen.

QuelleVG247
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Nicole ist praktisch als Zockerin geboren, denn schon mit etwa 3 Jahren hatte sie einen SNES-Controller in der Hand und wuchs mit Yoshi’s Island und Donkey Kong Country auf. Seither ist sie leidenschaftliche Gamerin und Sammlerin. Videospiele sind aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken und werden immer tief in ihrem Herzen verankert sein. Da sie mit den Konsolen von Nintendo und PlayStation aufgewachsen ist, ist sie auch heute noch den Konsolen treu ergeben. Ihr Interessenspektrum ist weitläufig und beläuft sich auf viele verschiedene Genres, allen voran allerdings Single-Player-Erfahrungen, die viel Wert und Fokus auf großartiges, mitreißendes und emotionales Storytelling legen. So schlüpft sie schon seit Jahren in die Rollen unterschiedlichster Charaktere und lässt sich von deren Abenteuergeschichten in ihren Bann ziehen und faszinieren.

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